Maps of corners

 

 

Anthea Caddy

Annette Krebs

 

 

 

Cello, Electronics, Composition

Guitar, Objects, Electronics, Composition

 
a1 ich drinnen

Installation mix recorded in an apartment building in Berlin 2007; 6:11min.

 

(english/ deutsch)

Maps of Corners is based upon the dialogue of performer, space and environment. It is a complex electroacoustic entwining of instrumental performance, site specific installation, mixing and microphone techniques allowing new sonic and performative relationships to occur within a larger whole. Exploring how sound, space and the environment combine as one, and how we are conscious or unconscious of the environments we cohabit daily, the projects aim is to question the way we look at intimate space through sound and performance, exploring the effects it has both personally and collectively on our urban, social and physical landscapes.
Performances take place in a space that allows the performers to access the surrounding environment. Using microphones as extraction tools, sound is taken from the local area's sonic environment, spotlighting specific day-to-day experiences. These are mixed live with instrumentation to create a realtime dialogue of spatial depth, oscillating between inside, outside, space and instrument.
The concept of the typical sit-down concert is discarded as the audience is free to wander within the space. The artists are assigned separate rooms, interacting only through the sonic world they have extracted from the surroundings, and the relationship they build together through the reflection and exchange of that particular environment. Utilising the performance space's internal acoustic environment in combination with acoustic and electronic instruments and speakers, whilst also engaging in the external physical surrounds, the artists develop a performance-installation that traces and then abstracts that particular urban environment . Moments from everyday spaces such as alleyways, markets, parks and street corners are brought within the performance space developing relationships between the artist's instruments, their separate diffusions, audience and environment.

 

Das Projekt Maps of Corners basiert auf der Interaktion zwischen Performerinnen, Innen- und Außenräumen. Dieses Projekt, in dem sich verschiedene Kunstformen, instrumentale Performance, ortsbezogene Installation, Tontechnik und Komposition durchdringen, ist durch seine Komplexität keiner eindeutigen Kategorie zuzuordnen.
Indem die Performerinnen erforschen, wie sich Klang, Raum, und die Klänge der Umgebung zu einem Ganzen zusammenfügen können, und wie wir bewusst oder unbewusst auf die Umgebung, in der wir uns aufhalten, reagieren, ist eine wichtige Zielsetzung dieses Projektes die Thematisierung der Wahrnehmung privater, abgeschlossener und öffentlicher Räume, und die die Darstellung der gegenseitigen Wechselwirkung, die sie aufeinander ausüben können.
Während der Aufführung werden die Performerinnen durch die Verwendung mehrerer Mikrofone auch Außengeräusche einspielen und in die Gesamtkomposition integrieren. Es werden sowohl momentspezifische Klänge, die z.b. durch das Publikum entstehen, als auch alltägliche Außengeräusche zugespielt und in der Performance verarbeitet. Diese Klänge und Geräusche werden mit instrumentalen Klangmodulen live vermischt, und erzeugen einen Dialog in Echtzeit, in dem sich die Performerinnen zwischen Innen-, Außen-,und instrumental gestalteten Räumen akustisch bewegen.Das Publikum ist dazu aufgefordert, sich während der Aufführung in den verschiedenen Räumen frei zu bewegen.
Jede Performerin bespielt einen Raum. Das bedeuted, das sich die Spielerinnen nie sehen oder direkt hören können. Sie sind jedoch miteinander und mit bestimmten Außenräumen verkabelt, und können so mit Hilfe von Mischpulten verschiedene Interpretationen einer parallelen Konzertsituation gestalten. Je nach den räumlichen Gegebenheiten können auch zusätzliche Räume mit Lautsprechern verschiedener Anordnung live beschallt werden.Die traditionelle Funktion eines Konzertes, in dem die sich auf der Bühne sichtbar befindenden Performer den Klang erzeugen, wird aufgelöst.
In den verschiedenen Räumen vermischen und überkreuzen sich Klangsignale, die sowohl den jeweiligen Raum, als auch aus den parallen Konzertraum und zugeschaltete Außenräumen abbilden.
In dritten, leeren Räumen kann es möglich sein, elektroakustische Signale aus einem Konzertraum zu hören, die dort selbst unhörbar sind.